Pfarreiengemeinschaft Inchenhofen zur Navigation

Filialkirche Mariä Heimsuchung in Motzenhofen

Foto von der Kirche Sainbach (Außenansicht) Foto von der Kirche Motzenhofen (Innenansicht) Foto vom Glasfenster Foto vom Hochaltar Im Spanischen Erbfolgekrieg (1704) kam in die Hofmark Motzenhofen nach und nach eine Masse kaiserlicher, englischer und holländischer Truppen. Obwohl bei Motzenhofen das Hauptlager des Feindes war, blieb es sonderbarerweise gänzlich verschont, während die ganze Umgebung verheert und zerstört wurde.

Der Hofmarkrichter Franz Schwöbla von Rapperzell schrieb am 18. Mai 1712 an den Generalvikar in Augsburg, dass man die Verschonung von Kriegsnot der Fürbitte der hl. Jungfrau Maria, der Schutzpatronin beider Hofmarken Rapperzell und Motzenhofen, zu verdanken hat.

Deshalb beschloss 1712 der Herr der beiden Hofmarken, Karl Dominikus Widmann, in Motzenhofen zu Ehren der allerheiligsten Jungfrau Maria „eine Feld-, doch auch solche Kapelle aufzubauen, dass darin zuweilen eine Hl. Messe gehalten werden könne.“

Da der Hollenbacher Pfarrer Johann Frank daraus eine neue Bürde für seine Pfarrei wachsen sah, erhob er noch im selben Jahr, am 14. Juli 1712, Einspruch gegen die Messe. Obwohl nun beide für die Erbauung waren, bewirkte der Pfarrer dennoch, dass man in der 1716 fertiggestellten Kapelle vorerst keine Messe lesen durfte.

Erst 1817 erhielt die Kapelle die kirchliche Benediktion und die Erlaubnis zur Feier der Hl. Messe, da der Pfarrer Ludwig Wohlfahrt von Hollenbach beim Ordinariat darum gebeten hat.

Heute wird in der Kapelle noch das Patrozinium gefeiert und einmal im Monat die Messe gelesen.

Zehent: Hermann von Haldenberg verkaufte am 14. September 1315 den Zehent an das Kloster Fürstenfeld, was der Kaiser Ludwig der Bayer am 10. Oktober 1315 bestätigte. Bis zur Säkularisation 1803 verblieb der Zehent in Fürstenfeld. Der niedrige Zehent hingegen gehörte schon immer dem Pfarrer von Hollenbach.

von Günter Schulz

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