Pfarreiengemeinschaft Inchenhofen zur Navigation

Filialkirche St. Laurentius in Mainbach

Foto von der Kirche Mainbach (Außenansicht) Foto von der Kirche Mainbach (Innenansicht) Foto von der Kanzel Foto von der Kreuzigungsgruppe Bei den dem hl. Laurentius geweihten Kirchen wird oft ein Zusammenhang mit der Lechfeldschlacht gesehen, bei der Bischof Ulrich am Laurentiustag des Jahres 955 gegen die Ungarn kämpfte. So könnte das Laurentiuspatrozinium von Mainbach noch aus dem 10. Jahrhundert stammen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in der Kirche mit ihrem quadratischen Chorraum noch Reste einer romanischen Chorturmkirche stecken. Jüngstes Bauteil ist der heutige Kirchturm von 1874 mit dem für die Zeit typischen neugotischen Spitzhelm. Im Inneren ist die Kirche im Wesentlichen barockisiert. Das barocke Bildprogramm der Kirche verweist fast ausschließlich auf Maria. Es ist sicherlich im Zusammenhang mit dem Hochaltarbild zu sehen, das die Schmerzhafte Muttergottes zeigt. Dieses Bild wurde im 18. Jahrhundert Ziel einer regional begrenzten Wallfahrt. Pilger der Umgebung zogen zur Muttergottes, um dort Hilfe in ihren Anliegen zu erflehen. Besonders in der Bittwoche wurde die Mainbacher Kirche viel besucht. Die kleine Wallfahrt ist heute längst vergessen. Das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes und ein Votivbild von 1797 erinnern aber noch an die vergangenen Zeiten.


Die im nördlichen Teil des Ortes auf einer Anhöhe stehende Kirche ist den beiden Schutzpatronen St. Martin und St. Laurentius gewidmet. Der in den Grundmauern noch ursprünglich erhaltene romanische Bau aus dem 12./13. Jh. hat im Laufe der Zeit den Bedürfnissen und dem jeweiligen Zeitgeschmack der Bewohner entsprechend viele Umbauten und Erweiterungen erfahren.

Kirchlich gesehen gehörte Mainbach schon seit dem 13. Jh. zur Pfarrei Hollenbach. Damals besaßen die Grafen von Wittelsbach bzw. die bayerischen Herzöge die Pfarrrechte. Als Herzog Ludwig der Strenge das Zisterzienserkloster Fürstenfeld im Jahre 1266 ausstattete, gelangte die Kirche an dieses Kloster.

Während des Dreißigjährigen Krieges kam es durch feindliche Soldaten zu Zerstörungen am Gotteshaus. 1655 wurde vermerkt, dass für die Beschaffung der Statue, welche den hl. Martin darstellt, 10 Gulden an einen Bildhauer und Fassmaler bezahlt wurden. In dieser Zeit wurden einige Reparaturen am Kirchengebäude durchgeführt.

1719 wurde ein neuer barocker Altar eingebaut und das Gotteshaus barockisiert. Die beiden Seitenaltäre zeigen die Anbetung der heiligen drei Könige (rechts) und die Vermählung Mariens (links). In dieser Zeit wurde auch der Turm erhöht und eine Zwiebelhaube angebracht. Etwa 150 Jahre später wurde der Turm wegen Einsturzgefahr wieder abgetragen. Die beiden Glocken blieben erhalten und wurden im neuen Turm mit Spitzdach wieder angebracht.

Die Blütezeit der Mainbacher Kirche war wohl das 18. Jh., als es zur Verehrung des Hauptaltarbildes, welches die Schmerzhafte Muttergottes darstellt, kam und daraus eine kleine örtliche Wallfahrt entstand.

von Günter Schulz

zum Anfang